Unser Name - DIE DITTES- MITTELSCHULE PLAUEN

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Er muss schon ein recht unruhiger und unbequemer Geist in seiner Zeit gewesen sein, dieser Friedrich Dittes, geboren am 23.September 1829 im vogtländischen Irfersgrün als Sohn eines nicht gerade wohlhabenden,  dafür aber mit vielen Kindern gesegneten Landmanns. Mit unvorstellbarem Fleiße erschloss er für sich die Welt der Bildung und der Unterrichtung derselben im Lehrerseminar zu Plauen. Neben seiner in Thalheim bei Chemnitz und dann in Reichenbach  ausgeübten Lehrtätigkeit widmete Dittes sich zahlreichen humanistischen , vor allem aber philosophischen Studien. Nach seiner für Studien genommenen Auszeit an der Universität zu Leipzig, zwang ihn das fehlende Kleingeld wieder zurück in  seine frühere Reichenbacher Stelle, 1853 dann fand er eine besser dotierte Stellung an der Plauener Bürgerschule. Bald machten seine Schriften zu Pädagogik und Psychologie von sich Reden. Seine eigenen Grenzen versuchte Dittes immer weiter zu  überschreiten, indem er für das höhere Lehramt an Gymnasien zuallererst selbst die Maturitätsprüfung, daran eine weiteres Studium in Leipzig und sogar ein Doktorandum in Angriff nahm, was aber wiederum an fehlenden finanziellen Mitteln  scheiterte. Er war und blieb sein weiteres Leben ein Schulmann im Wortsinne, brachte es karrieremäßig bis zum Schulrat, und sogar Landesschulinspektor im thüringischen Gotha. Damit nicht genug, wurde er1867, ohne sich dafür beworben zu haben,  zum Direktor des Pädagogiums in Wien gewählt, eine mehr aus politischen Gründen errichtete Lehrerbildungsstätte. Er muss sich dessen wohl bewusst gewesen sein, jedenfalls focht er wohl so manchen Strauß mit seinen vor allem in klerikalen  Kreisen verflochtenen Gegnern aus und setzte sich auch in politischer Funktion für die Trennung von Kirche und Bildung ein.
Viel Ehr' viel Feind und manchmal schneiden einem viele Feinde die Ehre ab- so auch unserem tapferen Friedrich. 1881 zwang  man ihn vom Amte am Pädagogium zurückzutreten. Sein Abschied war ein einziger Satz, der den Sieg seiner Gegner in eine schmachvolle Niederlage verwandelte:
"Ihr könnt nicht mehr vernichten, was ich geschaffen habe. Die Zukunft wird entscheiden,  welche Aussaat kräftigere Halme treiben wird."
Unsere Schule ehrt sein Andenken mit dem Tragen seines Namens.

 
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